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Was ist eigentlich Zampern?
Das Zampern hat in Güldendorf bereits eine jahrzehntelange Tradition. Dieser eigentlich sorbische Fastnachts-Brauch gab es in unserem Dorf bereits vor dem Zweiten Weltkrieg und wurde mit kurzer Unterbrechung (ca. 1950-1969) auch zu DDR-Zeiten weitergeführt. Aber seit der Wende ziehen wieder die lustigen Gesellen in bunten Kostümen und Masken ihre geschmückten Handwagen durch das Dorf. Sie rasseln und trompeten den Winter weg, klopfen an jede Tür und bitten bei den Dorfbewohnern Zutaten für das abendliche Zampernessen.

Zampern früher mit Teufelsgeige
So wurde früher in Güldendorf gezampert! (Original-Foto ca. 1950, Besitz: Iris Peries)
Diese Zutaten sind Speck, Zwiebel und Eier, aber auch Wein und Hochprozentiges. Bargeld ist sehr gerne gesehen und wird durch den Karnevalsverein für Stoffe und Kostüme dringend benötigt! Die Beschenkten geben als Dank ein Ständchen auf Blasinstrumenten, Schifferklavier und Teufelsgeige. Nach dem gemeinsamen Leeren eines Glases "Braunen oder Weißen" wird manchmal auch ein kleines Tänzchen gewagt! Gegen die Kälte wird "Gesundes" aus Hopfen, Malz oder Weizen Gebrautes getrunken, so dass der aufkommende Hunger durch die Gulaschkanone der Feuerwehrkameraden bekämpft werden muss. Nach dem Mittagessen geht es bis zur anbrechenden Dunkelheit weiter durch das Dorf.

Zur Erklärung des "Zampern"
bei http://www.wikipedia.de/

Lesen Sie einen Artikel der MOZ
vom 01.03.2003, von Frank Groneberg